Cuirina - Sternblumennacht

  • Извођач: Cuirina (Constanze Spengler)
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Sternblumennacht

Es war Mitternacht im Feenwald
Das Licht des Mondes bleich und kalt
Rauschend der Wind in uralten Bäumen
Und Nebellicht voll von verlorenen Träumen
Da sah ich sie blühen am Wegesrand:
Sternblumen, hell wie ein leuchtendes Band
Da packte mich Grauen mit eiskalter Hand
Wusste doch längst jedes Kind im Land:
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Schon trieben Angst und Entsetzen mich fort
Hinaus aus dem Wald, an sicheren Ort
Da erblickte ich in der Ferne ein Licht
Unwirklich kalt, doch es schreckte mich nicht
Ich ging darauf zu und nahm nicht mehr wahr
Dass der Wald voll von Feengelächter war
Und ein seltsames Sehnen schlich in meinen Sinn
Ließ die Angst mich vergessen und zog mich dorthin
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Die Luft um mich her war klirrend und kalt
Und das Licht, es führte mich tief in den Wald
Meinen Weg hatte ich längst aus den Augen verlor’n
Ein seltsamer Schmerz ward in mir gebor’n
Fast als könnt’ ich erahnen des Schicksals Spiel
Das die Menschen lenkt, ganz wie es ihm gefiel
Da öffnete sich plötzlich vor mir der Wald
Eine Lichtung im Mondlicht gewann vor mir Gestalt
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Ich trat auf die Lichtung und konnte sie seh’n:
Eine Figur aus Stein dort im Mondlicht steh’n
Ein Brennen durchfuhr meine Seele mit Schmerz
Das Gesicht des Wesens berührte mein Herz
Denn all mein Sehnen, mein Suchen und Sein
Fand ich dort in diesen Augen aus Stein
Voll Verzweiflung ergriff ich die eiskalte Hand
In der sich doch kein Funke Leben befand
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende ich ab und versuche zu flieh'n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Plötzlich ließ ein Geräusch den Stein erbeben
Und die starren Augen erwachten zum Leben
Ja, sie blickten mich an - doch wie konnte das sein?
Die Hand, die ich hielt, war nicht mehr aus Stein
Wo sich vorher ein lebloses Wesen nicht rührte
War nunmehr ein Mensch, dessen Wärme ich spürte
Und in seinem Blick lag dasselbe Erkennen
Das flammend mein Innerstes schien zu verbrennen
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Für einen Moment schien die Welt zu verschwinden
Ich spürte sich unsere Seelen verbinden
Der eine des anderen Sehnen gestillt
Und ohne ein Wort vom Gleichen erfüllt
Doch nur kurz war das Licht, das uns gewährt
Als sein Blick sich von drohendem Unglück beschwert:
"Verzeih’ mir, Geliebte, doch kann es nicht sein
Denn mein Schicksal ist, dass ich bleibe allein"
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
"Vor langer Zeit kam ich her bei Nacht,
Sah die Sternblumen blüh’n, doch ich habe gelacht
Über das, was im Land man darüber erzählt
Und mein dunkles Schicksal so selber gewählt
Denn die Feen verwandelten mich in Stein
Und nicht Schwert noch Zauber kann mich befrei’n
Doch ist mir gewährt, in tausend Jahr’n
Eine einzige Nacht als Mensch zu erfahr’n"
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
"Und wenn dann der Sonne erstes Licht
Sich im Tau des frühen Morgens bricht
Werd’ ich erstarren, leblos und kalt
Als Steinfigur hier im Feenwald"
In dem Moment, spürte ich, brach mein Herz
Verbunden durch Liebe, zerrissen durch Schmerz
Und die wenigen Stunden, die uns noch blieben
Blieb weinend in seinen Armen ich liegen
 
Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen blüh’n
Wende dich ab und versuche zu flieh’n
Denn die Feen dort, sie haben kein Herz
Ihre Spiele bereiten nur Trauer und Schmerz
 
Der Tag war schon hell, als ich zu mir kam
Und noch immer lag ich in seinem Arm
Doch war er nun wieder leblos und kalt
Und ich machte mich auf meinen Weg aus dem Wald
Den Blick gesenkt, sah nicht einmal zurück
Und tief in mir, spürte ich, fehlte ein Stück
Mein Herz so kalt wie der leblose Stein
Führt mein Weg mich fort, von nun an allein
 
Поставио/ла: Burghold У: Понедељак, 17/07/2017 - 13:52

 

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