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Du pain aux oiseaux (German translation)

  • Artist: Jean Yanne
  • Song: Du pain aux oiseaux
    3 translations
    German, Russian #1, #2
  • Translations: German, Russian #1, #2
French
French
A A

Du pain aux oiseaux

Moi, je donnais du pain pour les oiseaux,
Je ramassais le chien qui buvait au ruisseau.
J’étais riche d’amour beaucoup plus que d’argent,
Mais je riais de tout et n’avais pas vingt ans.
 
Si je refusais Dieu qui me refusait tout,
C’est sûr qu’entre nous deux, je tenais le bon bout :
Lui qui ne donnait rien mais voulait qu’on le prie,
Moi qui donnais l’amour sans rien d’autre en retour.
 
Un matin vint chez moi, botté, vêtu de bleu,
Celui qui me tendit un papier fabuleux
Portant un nom de ville, un nom de régiment,
Et me donnant le droit de tuer sans châtiment.
 
Pour avoir refusé l’uniforme à mon dos,
A vingt ans dépassés, j’ai passé le falot.1
Des hommes médaillés du bas-ventre au képi
Pour ce fait, ont jugé que j’avais mal agi.
 
Moi qui rêvais de ciel et de bateaux
Me voici enfermé au fin fond d’un cachot.
Ma cellule est bien triste et n’a pas de hublot,
Mais au mur un artiste a gravé quelques mots.
 
Je chanterai encore et chanterai toujours,
Car même si la mort ou le manque d’amour
Font tomber le malheur ou la terr' sur mon dos,
J’ai donné tout mon cœur et du pain aux oiseaux.
 
  • 1. Passer au falot = passer au conseil de guerre (argot militaire).
Submitted by JadisJadis on Fri, 17/12/2021 - 09:25
German translationGerman
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Brot für die Vögel

Ich habe die Vögel mit Brot gefüttert
und den Hund aus der Gosse geholt.
Ich hatte so viel mehr Liebe als Geld
fand alles lustig und war noch keine zwei mal zehn.
 
Wenn ich Gott ablehnte, der mir nichts gönnte,
Dann weil er mit was schief lag, nicht ich:
Er gab nichts, wollte, dass man ihn um was bittet,
Ich, ich gab Liebe und forderte nichts.
 
Dann eines Morgens kam ein Gestiefelter in blau
und hielt mir den bekannten Wisch unter die Nase
mit den Namen einer Stadt und einer Einheit
und der Erlaubnis, Anderen ihr Leben zu nehmen.
 
Weil ich mich weigerte, eine Uniform zu tragen,
wurde ich eingebuchtet, gute 20 Jahre alt.
Männer mit Orden auf Bauch und Brust
bescheinigten mir, ein Verbrecher zu sein.
 
Ich, der ich vom Himmel und von Booten träumte,
sitze seitdem hier unten im Bau.
Meine Zelle ist trostlos und hat kein Fenster, doch hat ein Künstler
ein paar Worte in die Wand graviert.
 
Ich singe weiter und werde immer singen,
denn auch wenn Mangel an Liebe oder der Tod
mich unter Unglück oder Erde begraben
so gab ich den Vögeln mein Herz und auch Brot.
 
Thanks!
thanked 2 times
Submitted by MoambeMoambe on Tue, 25/01/2022 - 21:32
Added in reply to request by JadisJadis
Translations of "Du pain aux oiseaux"
German Moambe
Russian Guest
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Comments
JadisJadis    Tue, 25/01/2022 - 23:50

Danke! Klingt gut, nur eine Kleinerei vielleicht :
Dieu voulait qu'on le prie : Gott wollte, dass man zu ihm bete (beten, eher als bitten)

MoambeMoambe    Wed, 26/01/2022 - 07:43

Ich habe an mehreren Stellen ziemlich frei übersetzt - meist, damit der Text nicht zur Sachprosa bzw. eine Zeile nicht zu lang wird, manchmal aber auch, um die Aussage im Deutschen möglichst prägnant zu gestalten. Hinzu kam noch die Schwierigkeit, dass es in Deutschland keine Kriegs- bzw. Wehrgerichtsbarkeit gibt, was mich veranlasst hat, an einigen Stellen möglichst vage Formulierungen zu wählen.
Hier wollte ich den Kontrast zwischen zwei Einstellungen hervorheben, den ich im Original wahrnehme - auf der einen Seite eine gewissermaßen kommerzielle Mentalität analog zu Verträgen, auf der anderen die Bereitschaft, Verhalten nicht davon abhängig zu machen, dass irgendwelche Bedingungen erfüllt werden.
Das kann jedeR LeserIn natürlich anders sehen...

JadisJadis    Wed, 26/01/2022 - 08:06

Einverstanden, aber was hat das mit Gott zu tun ? Regular smile
"Prier" hat im Französischen zwei Bedeutungen : entweder "bitten", oder "beten". Hier wäre es eher "beten", IMHO... (weil Gott selbst spricht).

MoambeMoambe    Wed, 26/01/2022 - 11:53

Nach meiner Lesart spricht Gott nicht (selbst); wir erfahren lediglich, welche Vorstellung sich der Texter (bzw. das lyrische Ich, LI) von Gotts Einstellung macht. Daraus folgt, dass ich keine theologischen Überlegungen anstellen muss, sondern mich auf die Praxis der Religionsausübung beziehen kann/sollte, wie sie (vermutlich) den Erfahrungshorizont des Texters/LI bildet. Dort sehe ich keine klare Trennung der beiden Bedeutungsdimensionen von prier ("...je te bénis et je demande(!) ton intervention" als Teil einer prière).
Auf der Ebene der Praxis sehe ich auch im Deutschen keine wasserdichte Unterscheidung zwischen "bitten" und "beten", was auch im Einklang mit der Etymologie steht. Paradebeispiele sind die "Fürbitten", mit denen die Betenden(!) Gott (oder Heilige) um etwas... bitten, oder die Formulierung im Vaterunser, einem Gebet, in dem die "Bitte" um das tägliche Brot sogar als Imperativ daherkommt ("unser tägliches Brot gib uns heute").
Vor dem Hintergrund dieser Unschärfen habe ich "um etwas bitten" gewählt, um den Abstand zu "nichts fordern" hervorzuheben. "Er gab nichts, wollte, dass man zu ihm betet", wäre auch ok; der Kontrast würde aber nach meinem Verständnis blasser.

JadisJadis    Wed, 26/01/2022 - 13:06

Ja, das ist möglich; vielleicht wollte der Autor einfach nur ein Wortspiel machen. Ich war ein wenig überrascht, denn im Sinne von "bitten" wird normalerweise eher eine gewöhnliche Person angesprochen: "Veux-tu me passer le sel, je te prie ?" (sehr höflich : "Würdest du mir bitte das Salz reichen?") Aber selten bitten wir Gott darum, uns das Salz zu reichen... Regular smile

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