Guy Allix - Le temps d’aimer (German translation)

French

Le temps d’aimer

à Nicole et Georges Drano (*)
 
Si tu prends le temps de lire un poème
Tu prends le temps tu prends le temps
Le temps d’une femme par la main
Le temps du courage redonné
Le temps des mots repris à l’insignifiant
Le temps de ce rêve blotti au dedans de toi
 
Si tu prends le temps de lire un poème
Tu prends le temps tu prends le temps
Le temps du cri contre le mensonge
Le temps de la lutte contre l’infâme
Le temps de te lever et de faire front
Le temps d’une amitié avec les hommes
 
Si tu prends le temps de lire un poème
Tu prends le temps tu prends le temps
Le temps d’un grand ciel étoilé
Le temps d’un amour retrouvé
Le temps de la caresse partagée
Ce temps de sourire enfin aux quatre coins du jour
 
Si tu prends le temps de lire un poème
Si tu prends ce temps d’aimer
Ta vie n’est plus perdue
 
Le silence t’offre sa phrase
La fragilité sa force
 
Tu te tiens Nu dans l’attente
Infiniment passager
Dans la seule inquiétude
 
Il reste encore le temps
D’être plus que le temps
 
Submitted by Guernes on Fri, 29/12/2017 - 18:58
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German translation

Die Zeit für die Liebe

für Nicole und Georges Drano*
 
Wenn du dir die Zeit für ein Gedicht nimmst
nimmst du die Zeit, nimmst du die Zeit
die Zeit, eine Frau an die Hand zu nehmen
die Zeit des wiedergefundenen Mutes
die Zeit der bedeutungslos gewordenen Worte
die Zeit für diesen in dich verbannten Traum.
 
Wenn du dir die Zeit für ein Gedicht nimmst
nimmst du die Zeit, nimmst du die Zeit
die Zeit für einen Aufschrei gegen die Lüge
die Zeit für den Kampf gegen das Schändliche
die Zeit, dich zu erheben und zu kämpfen
die Zeit für eine Freundschaft mit den Menschen.
 
Wenn du dir die Zeit für ein Gedicht nimmst
nimmst du die Zeit, nimmst du die Zeit
die Zeit für einen großen Himmel voller Sterne
die Zeit für eine wiedergefundene Liebe
die Zeit für gegenseitige Zärtlichkeiten
diese Zeit, endlich jederzeit und immer zu lächeln.
 
Wenn du dir die Zeit für ein Gedicht nimmst
wenn du dir diese Zeit nimmst zu lieben
ist dein Leben nicht verloren.
 
Die Stille bietet dir das Gespräch an,
die Zerbrechlichkeit ihre Stärke.
 
Du hältst dich schutzlos in der Erwartung
unendlich flüchtig
in der einzigen Verunsicherung.
 
Es bleibt noch Zeit
mehr zu sein als die Zeit.
 
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Submitted by Natur Provence on Sat, 30/12/2017 - 12:54
Last edited by Natur Provence on Mon, 01/01/2018 - 21:02
Author's comments:

* http://loiseaudefeudugarlaban.blogspot.lu/2010/10/nicole-et-georges-dran... Nicole Drano: https://www.youtube.com/watch?v=1pXrMCd9jsM
Die Übersetzung und insbesondere, wie mit "rêve" umzugehen ist, wurde eingehend diskutiert. Warum ich mich für einen ins Innere "verbannten" Traum entschieden habe, habe ich versucht, in den Kommentaren zu erklären. Wörtlicher wäre eine Übersetzung wie: ..."die Zeit für diesen in dir schlummernden Traum" oder noch ausführlicher (was aber nicht in den Rhythmus des Gedichts passt) "die Zeit, den in dir schlummernden Traum zu leben", was mir auch gefiele, wenn ich nicht ein anderes Bild von Träumen hätte: Sie ruhen nicht in einem wie die Lava im Vulkan und warten darauf, hervorzubrechen, sondern man träumt sie wie man denkt und hat zwei Möglichkeiten: Sie zu verwirklichen oder..... wegzudrücken, zu verbannen, und auf bessere Zeiten für ihre Verwirklichung zu warten. Möge der geneigte Leser sich für die ihm zusagende Interpretation entscheiden.

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Comments
Guernes    Sat, 30/12/2017 - 14:18

Excellent travail.
Et merci pour ces références à Nicole Drano-Stamberg et Georges Drano.

mk87    Sat, 30/12/2017 - 15:32

Bevor es ins Kampagnenhafte ausartet habe ich meine Version gelöscht... vermutlich habe ich etwas überinterpretiert. Was genau ein Satz wie "Du nimmst die Zeit des wiedergefundenen Mutes." (schon rein inhaltlich) aussagen soll, steht für mich ehrlich gesagt dennoch in den Sternen. Meine Variante (die sprachlich nicht ausgereift war, das sehe ich auch so), die einzelnen Handlungen/Vorgänge als Zeiträume aufzufassen (was mit "le temps de..." durchaus möglich ist) und - freier formuliert - zu sagen: "Lieber Leser, du nimmst dir gerade die Zeit ein Gedicht zu lesen - es dauert auch nicht länger jemandem die Hand zu reichen etc. Verbessere die Welt." finde ich so katastrophal nun auch wieder nicht. Literatur ist keine Einbahnstraße.

Um ein paar Verbesserungsvorschläge komme ich nicht herum:

In Zeile 18 steht "sourire à", insofern ist damit nicht gemeint, ständig vor sich hinzulächeln (was wohl auch etwas dümmlich aussähe); das Lächeln ist jeweils auf etwas gerichtet. Für "partagé(e)" finde ich "gemeinsamer" passender als "gegenseitig" (mit "partagé(e)" kommt zum Ausdruck, dass man sowohl die Zärtlichkeiten, die man gibt, als auch die Zärtlichkeiten, die man nimmt, als solche empfindet; es müssen nicht zwangsläufig beide Parteien Zärtlichkeit spenden). "Gespräch" für "phrase" finde ich ebenfalls nicht so passend, da "phrase" eher etwas Einseitiges ausdrückt. "Blotti" bedeutet nebenbei bemerkt nicht "verbannt", sondern "zusammengekauert", "verkrochen", "geduckt" etc. "Sich die Zeit für ein Gedicht nehmen" ist meines Erachtens auch etwas anderes, als "sich die Zeit nehmen, ein Gedicht zu lesen". Da du dich für die Variante mit Interpunktion am Zeilenende entschieden hast, möchte ich hinzufügen, dass du hier nicht konsequent vorgegangen bist und dass in den Zeilen 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 17, 19, 20 und 24 jeweils das Komma am Zeilenende fehlt. In der letzten Zeile ist dafür ein Punkt zu viel.

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 18:24

Den Schuh zieh' ich mir an:
Mir ist wohl bewusst, dass ich einige Worte nicht wörtlich übersetzt habe, sondern sie nach meinem Empfinden interpretiert habe (partagé, blotti, phrase...) Aber in der Stille mit sich selbst ("einseitig") zu sprechen, ist das wünschenswert? Die italienische Übersetzung schreibt: "Il silenzio ti offre la sua parola", m.E. wird hier, genau wie im Französischen deutlich, dass man sich mit der Stille auseinandersetzt, also ins "Gespräch" kommt.
"blotti" ist im Italienischen mit "dorma" übersetzt, also "schläft". Deine Vorschläge hatte mir auch überlegt, war und bin aber der Meinung, dass sich ein Traum nicht "verkriecht", denn wenn man träumt wird man aktiv tätig; die Träume "schlummern" nicht, sind nicht in einen "hineingekrochen", sondern man will sie nicht träumen, weil man sich die Zeit dafür nicht nimmt. Das Gedicht regt dazu an, die Träume wieder herauszuholen aus der Ecke, wo man sie hineingesteckt hat.
Deshalb folge ich auch Guernes' diesbezüglichem Vorschlag nicht.
Partagé ist schon klar, aber mir fehlt das Objekt: Mit wem geteilt? Da fand ich "gegenseitig" schon besser, zumal man immer eine andere Person braucht, um etwas zu teilen.
Komma und (doppelten) Punkt habe ich berichtigt.
Im übrigen brauchtest Du nicht beleidigt Deine Version zu löschen, da bin ich ganz der Meinung von Guernes.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 18:34

Le temps de ce rêve blotti au dedans de toi

  •  Il y a bien (en français) l'idée de ..quelque chose qui dort.. dans ..blotti..
  • J'ai proposé de traduire simplement blotti par kuschelte. Mais je ne sais pas ce que cela peut "donner" (comment cela sonne) dans un contexte allemand, seul un natif ou quelqu'un parlant couramment l'allemand pourrait le dire... ce qui n'est pas mon cas..
Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 19:41

Je l'ai lu, le "kuschelte", mais kuscheln ne vas pas. Il signifie quelq'un est très à l'aise dans son coin ou avec une autre personne.
on peut "sich kuscheln" sous sa couverture ou contre une autre personne; c'est souvent utilisé si on se protège contre le froid.

mk87    Sat, 30/12/2017 - 19:06

zusammengekauert, verkrochen (= der sich in der Ecke verkrochen hat), versteckt, verborgen, verkümmert, in der Ecke lauernd (in dem Sinne, dass es nur darauf wartet, wieder hervorgeholt zu werden)...

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 19:43

schon, alles ok, aber das machen Träume nicht; Träume können sich nicht selbst zurückziehen, verstecken etc.

mk87    Sat, 30/12/2017 - 21:07

Der Traum wird personifiziert, das ist eigentlich ein gängiges Stilmittel.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 19:55

Y a-t-il quelque chose, en allemand, qui dise : Blotti comme un enfant dans les bras de sa mère. Cela conviendrait, me semble-t-il.

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 20:05

si; mais pour moi un rêve n'est rien d'actif. il peut pas se blottir, se retirer etc., il faut le chasser, déplacer ...

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 20:11

Guy Allix dit que le rêve (le coeur du poème) n'est pas encore advenu (blotti) ; mais qu'il ne demande qu'à naitre (s'épanouir) dans le temps de la lecture. C'est comme ça que je le comprends, en tout cas.

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 20:24

Du als french native musst es ja besser wissen, doch halte ich diesen einen Traum nicht für das Herz des Gedichtes.
Damit der Traum aus seiner Ecke herauskommt, bedarf es der Muße, z.B. beim Lesen eines Gedichtes.
Aber welcher Traum wäre das? Ein Traum, der herauskommen soll, muss auch einmal vorhanden gewesen sein, also wie kam er in die Ecke? Ich finde, wir sind mit der Interpretation nicht so weit auseinander, denn wir sind uns einig, dass die Lektüre den Traum, der in seinem Innersten schlummert (wie du übersetzen würdest) "befreien" kann. Ich dagegen meine, dass er den Traum verdrängt hat, so wie man das oft im Tagesgeschehen tut.und über die Muße bei der Lektüre sich seiner wieder bewusst wird.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 21:24

J'ai du mal à comprendre le mot : Muße - qui se traduit ordinairement par : loisir !
Ne serait-ce pas plutôt : loisible, être permis, que vous voulez dire ?
Pour que vienne le rêve, il faut que quelque chose l'autorise ?

J'ai du mal à comprendre aussi :
Ich dagegen meine, dass er den Traum verdrängt hat
je pense au contraire qu'il a débusqué le rêve.
Mais qui est:ce : il ?

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 21:34

Ah non, Muße , c'est presque le contraire du loisir, c'est avoir du temps pour soi, pour réfléchir, se dévouer à qch.
"je pense au contraire qu'il a débusqué le rêve" : exactement, il l'a débusqué. --> chasser: http://cnrtl.fr/synonymie/débusquer
Il, c'est le lecteur

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 21:40

dans ce cas un presque synonyme de "blotti" qui pourrait vous convenir, ne serait-il pas : "tapi" ?

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 22:11
Guernes wrote:

dans ce cas un presque synonyme de "blotti" qui pourrait vous convenir, ne serait-il pas : "tapi" ?

Ce serait aussi le rêve qui se tapit, la même chose que blotti, passif.
Ce n'est pas le rêve qui agit, c'est le lecteur. Blotti est le résultat d'avoir débusqué le rêve.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 22:04

...est le résultat d'avoir débusqué le rêve.

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 22:08

d'accord  Regular smile
et maintenant, c'est terminé?

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 20:15

Chasser les mauvais rêves, oui, je comprends... mais les bons

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 20:27

Hast du nie davon geträumt, etwas Künstlerisches zu machen, eine Weltreise zu unternehmen, zu pilgern, aber nie umgesetzt?

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 21:27

Si, bien sûr ! Mais pourquoi les chasser.
(René Char) Le poème est l'amour réalisé du désir demeuré désir...
Le poème ou le rêve

Natur Provence    Sat, 30/12/2017 - 21:43
Guernes wrote:

Si, bien sûr ! Mais pourquoi les chasser.
(René Char) Le poème est l'amour réalisé du désir demeuré désir...
Le poème ou le rêve

Parce que tu n'avais pas le temps, l'audace ou quelques contraintes.
"Chasser" est trop fort, débusquer ou supplanter ou supprimer?

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 22:02

Je pense aussi que chasser est trop fort (actif) pour le lecteur,
il est préférable qu'il débusque ce que le poète etc.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 16:52

Pas d’accord avec vous :

Sur les répétitions
Ne vous fâchez pas, prenez le temps, prenez le temps qu’il faut, lisez, relisez…
-> Les répétitions sont là pour inciter à lire, en s’imprégnant de tous les sens possibles que vous trouverez.

Sur la ponctuation
Il n’y pas de ponctuations dans le poème de Guy Allix : c’est le choix du poète.

Moins d’accord avec vous :
Phrase (Satz) n’est pas entretien (Gespräch) mais convient aussi (est dans l’esprit).

Plus ou moins d’accord avec vous :
« Sourire à » ENFIN aux 4 coins du monde (qui n’est pas beau à voir, ces derniers temps, qui ne prête ni à rire, ni à sourire).

D’accord avec vous :
Verbannen (proscrire) ne convient pas
Blotti -> kuschelte

Cela reste une excellente traduction... qui peut s'améliorer.
Pourquoi n'avoir pas laisser la vôtre, pour une lecture polysémique ?

Il n'y pas qu'une seule interprétation possible... heureusement.

mk87    Sat, 30/12/2017 - 17:40

Les répétitions ? Je n'ai pas parlé des répétitions.

En ce qui concerne la ponctuation : Nature Provence m'a dit que les ponctuations sont nécessaires pour qu'on puisse mieux comprendre les traductions. Alors, j'ai remarqué qu'il a oublié quelques virgules.

Guernes    Sat, 30/12/2017 - 18:17

Répétitions :
En fait, j'ai dû mal interpréter votre phrase commençant par : Meine Variante...
Mais comme vous avez retiré votre traduction...
Dommage.

Ponctuations :
Tout dépend de ce que vous voulez traduire du poème dans la langue de traduction.
Le sens et seulement le sens,
La forme et le sens, et plus encore.peut-être.