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Loin (German translation)

German translationGerman
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Weit

Ich höre das Meer und den Wind singen,
Die Sonne erleuchtet ihr goldenes Haar.
Der Sand ist sanft, sanfter noch die Küsse,
Die das Meer auf unsere Lippen gelegt.
 
Weit, weit bis zum Rande des Himmels,
Fast unwirklich scheint mir diese Liebe.
Weit, weit, wir könnten genauso gut,
Allein auf der Welt, tausend Leben teilen.
 
Doch diese schönen Tage sind schon vorbei,
Der Herbst ist gekommen, uns zu trennen.
Adieu, oh Meer, adieu, unsere Küsse,
Leider mussten wir auseinandergehn.
 
Weit, weit, unter einem Regenhimmel
Ist sie weit von mir entfernt, und freudlos ist mein Herz.
Weit, so weit, nichts ist mehr übrig,
Nur noch ein Bild in meiner hohlen Hand.
 
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Submitted by LobolyrixLobolyrix on Wed, 13/01/2021 - 08:56
5
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Loin

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Comments
Vera JahnkeVera Jahnke    Wed, 13/01/2021 - 13:23
5

Die Sterne sind für die Posie Deiner Übersetzung, in Bezug auf die korrekte Übertragung weiß ich, dass ich Dir vertrauen kann.

LobolyrixLobolyrix    Wed, 13/01/2021 - 15:11

Die Korrektheit der Übersetzung bedarf noch einer Verifizierung durch (z.B.) Natur Provence, aber die Attestierung von "Poesie" birgt schon die Gefahr in sich, dass ich noch übermütig werde... Teeth smile . Und dabei kenne ich doch jemanden, der (die!) hier perfekt reimen würde...
Danke, liebe Verula! Heart

Vera JahnkeVera Jahnke    Wed, 13/01/2021 - 16:08

Ja, ich hoffe nur, ihm ist Deine schöne Übersetzung nicht entgangen, und zum Übermut:

Übermut tut selten gut,
so kann man es oft hören
doch nur so kann der Seele Mut
die Wirklichkeit betören.
Wie Dädalus, so flieg empor,
denn Seelen wollen fliegen,
bring aller Schönheit Glanz hervor,
lass Schwerkraft uns besiegen!

Was Dädalus dort hat geseh'n,
kann unsereins nie sehen,
und so wird man am End' versteh'n,
wie Lyrik kann bestehen.
Der Tod ist nur ein kleiner Preis
für diese schöne Gabe,
die Poesie, sie brennt so heiß,
im Herz' man sie stets habe.

LobolyrixLobolyrix    Wed, 13/01/2021 - 19:53

Thumbs up

Betörend ist der Musen Kuss,
Doch wer sich davon blenden lässt,
Dem kann's ergehn wie Ikarus,
Dessen Flügel das Meer durchnässt.

Gerühmt ward Dädalus ob seiner Kunst,
Doch letztlich musste er erkennen:
Wer sie verwirkt, der Götter Gunst,
Den wird die Nachwelt töricht nennen.

Mitansehen muss er seines Sohnes Fall,
Der Sonnengott war mächtig sauer
Und sandte einen Strahlenschauer.
Des Ikarus Seele verschwand im All.

LobolyrixLobolyrix    Wed, 13/01/2021 - 21:08

Agrigent? Dachte, sein Vater hätte den entseelten Leichnam auf Ikaria begraben, deshalb der Name dieser Insel. Das wäre nicht ganz so weit wie Sizilien, aber auch in diesem Fall hätte der arme Kerl eine ziemliche Strecke von Kreta aus nur mithilfe von ein paar zusammengeklebten Federn zurückgelegt...

Natur ProvenceNatur Provence    Wed, 13/01/2021 - 21:24

Kann schon sein, du als Humanist kennst dich bestimmt aus. War auch eher ein Scherz, neben dem Concordia-Tempel findest du aber seinen (blechernen) Torso.

Vera JahnkeVera Jahnke    Wed, 13/01/2021 - 21:46

Grandios! 👍👍👍 Mag Ikarus sonstwohin fliegen, von Lobo wir stets Bessres kriegen! 😄💗

Natur ProvenceNatur Provence    Wed, 13/01/2021 - 22:36
5

Vera hat Recht: Auf dich ist Verlass. Trotzdem ein kleiner Vorschlag: "Leider mussten wir gehen".für "quitter".? Wie wäre "auseinander gehen"?

Und du weißt sicher, woher die Melodie stammt, ich komme nicht drauf, ist aber englisch. Ist mir wieder eingefallen: Greensleeves, natürlich auch von einem gewissen lobolyrix schon übersetzt ;-)

LobolyrixLobolyrix    Wed, 13/01/2021 - 22:34

Merci beaucoup pour les étoiles !! Jetzt, wo du's sagst: Ja, das klingt tatsächlich nach 'Greensleeves' ... Thumbs up

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