| Chansons | Traductions |
|---|---|
| *** | anglais |
| Divas zvaigznes | allemand |
| Faihillai | allemand |
| Labdaris | russe |
| Lauztās Priedes | hongrois russe |
| Nabaga Brālis / Romance | russe |
| Pazudušais dēls | russe |
| Rainis comme artiste invité | Traductions | |
|---|---|---|
| Valeriy Bryusov - Длинный путь (Dlinnyy putʹ)russe |
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Jānis Pliekšāns wurde als zweites von drei Kindern des Landwirtes Krišjānis Pliekšāns und seiner Ehefrau Dārta auf dem Gut Varslavāni in der Gemeinde Dunava an der Düna, auf halbem Wege zwischen Jakobstadt und Dünaburg (lettisch Daugavpils), geboren. Seine Eltern erkannten früh seine außerordentlichen Begabungen und ermöglichten ihm als Pensionsschüler den Besuch der deutschen Mittelschule in Grīva (heute ein Stadtteil von Daugavpils) von 1875 bis 1879. 1879 konnte er dank hervorragender schulischer Leistungen auf das renommierte humanistische Stadt-Gymnasium zu Riga wechseln, das er 1883 abschloss. Dort schloss er Freundschaft mit Pēteris Stučka, der später seine Schwester Dora Pliekšāne heiratete. Schon als Gymnasiast begann Jānis Pliekšāns, sich mit lettischer Folklore zu befassen, und schrieb erste Gedichte.
1884 nahm Pliekšāns das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Sankt Petersburg auf und fuhr zugleich fort, lettische Volkslieder und Sagen zu sammeln. Mit Pēteris Stučka, mit dem er ein Zimmer teilte, gab er – anonym – ein Bändchen teils heiterer, teils satirischer Epigramme und Gedichte unter dem Titel Mazie dunduri (Kleine Bremsen) heraus. Nach dem juristischen Examen 1888 war Pliekšāns für kurze Zeit Richter am Gerichtshof in Vilnius, dann Rechtsanwalt in Mitau (Jelgava).
Vom Anfang der 1890er Jahre an wandte sich Jānis Pliekšāns – nun unter dem Nom de plume Rainis – ganz dem Schreiben zu. Von 1891 bis 1895 war er Redakteur (zeitweise Chefredakteur und Mitherausgeber) der in Riga erscheinenden Zeitung Dienas Lapa (Tagblatt), dem Sprachrohr eines Kreis junger Intellektueller, der Neuen Strömung. Im August 1893 nahm er in Zürich am Dritten Kongress der Zweiten Internationalen teil; auf dem Heimweg schmuggelte er zwei Koffer deutschsprachiger sozialistischer Literatur in die Ostseegouvernements ein, die August Bebel ihm zugesteckt hatte: Schriften von Karl Marx, Friedrich Engels und Karl Kautsky.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rainis